Was passiert in unseren Seen nach einem Forellenbesatz?
Beispiel Ostertagsee ca. 8 ha in Bayern.
Forellenbesatz ca. 250 kg Forellen, ca. 700 Fische.
Die müssen nach bayerischem Recht mindestens 2 Wochen für den Fang gesperrt werden.
Damit haben wir ca. 700 Prädatoren zusätzlich für einen begrenzten Zeitraum im See.
Der sogenannte Futterquotient für Regenbogenforellen in der Natur ist ca. 8. Das bedeutet, jeder Fisch benötigt zur Lebenserhaltung und Gewichtszunahme die 8-fache Gewichtsmenge seines Eigengewichtes pro Jahr. Das entspricht 2,8 Kilo Nahrung/Jahr. Reduziert auf 4 Wochen (dann sind die Forellen weg) sind das ca. 235 Gramm Fisch. Wiederum auf 700 Fische hochgerechnet 165 kg.
Dieses Gewicht setzt sich aus Fischen zusammen die dem Beuteschema der Forellen entsprechen. Fische mit einer Durchschnittsgröße 10 cm oder weniger. Ein Rotauge mit 10 cm wiegt ca.30 Gramm. Ein Moderlieschen, Bitterling. Laube wiegt ca.15-20 Gramm. Insgesamt ca. 10 000 Kleinfische werden dann pro Monat gefressen.
Beispiel Pfaffensee ca. 4 ha.
Gleiche Besatzmenge. Damit auch gleiche Anforderungen an Futter. Da es am Pfaffensee nur kurze Sperrfristen gibt reduziert sich die Verweildauer der Forellen auf ca. 2 Wochen. Dann sind aber immer noch ca. 5000 Kleinfische oder mehr als Futter notwendig.
Wo sollen die herkommen?
Und was bleibt dann für Barsch und Junghecht?
Wäre es da nicht besser, jedem Angler eine Tageskarte am Forellenteich zu subventionieren?