Allerdings bleibt das Angeln dahingehend eingeschränkt, dass kein Fischbesatz erfolgt, um die Schäden der Katastrophe 2019 auszugleichen.
Angelerfolge werden eher mager ausfallen. Trotzdem darf auf alles geangelt werden, was möglich ist.
Geplant sind dann Besatzmaßnahmen im Frühjahr 2021.
Wir haben uns für diesen Termin entschieden, da auch viele kleinere Fische besetzt werden müssen und die eine Chance erhalten sollen, sich dem Gewässer anzupassen um nicht sofort den Kormoranen zum Opfer fallen.
Der Besatzplan 2021 wird unter anderem vorsehen:
- Glasaale
Nach Stand heute sind zu wenig Glasaale auf dem Markt und wir werden vermutlich keine bekommen.
- Hechtbrut
- Hechte
- Schleien
und wenn notwendig, ein Initial-Besatz mit Flussbarschen.
Dazu kommen Fische aus unseren Zuchtgewässern und hoffentlich im Herbst aus dem Feuersee in Stuttgart.
Es macht keinen Sinn, den See nur mit maßigen Fischen aufzufüllen. Nach dieser Katastrophe haben wir eine gute Chance, den Fischbestand im See möglichst natürlich aufzubauen. Wir können dann guten Einfluss auf die gesamte geänderte Biologie im See nehmen.
Wenn das Kraut weiterhin so stark wächst, wird sich der See vom guten Zandersee zum guten Hechtsee wandeln. Alle Krautlaicher werden davon profitieren. Dazu kommt die deutlich erhöhte Frischwasserzufuhr mit einem funktionierenden Überlauf, so dass damit zu rechnen ist, dass der Phosphatgehalt nicht nur durch eine neuerliche Fälllung reduziert wird, sondern auch durch den Austrag dauerhaft reduziert bleibt.
Gefragt ist jetzt eine der herausragenden Anglereigenschaften: Geduld.
Und nicht zuletzt Vertrauen der Mitglieder in das Handeln der Beauftragten.
1. Vorsitzender
Hans-Hermann Schock