Karausche oder Giebel?

Intern

Offensichtlich nicht einfach zu beantworten.

Vielleicht gibt es deshalb viele Einträge in den Fangergebnissen für Karausche und sehr wenig für Giebel.

Testfischen im Max-Eyth-See und im Neckar zeigen, im Max-Eyth-See keine Karauschen und im Neckar sehr wenige. In beiden Gewässern aber jede Menge Giebel.

Bitte schauen sie genau hin. Für die Bewirtschaftung ist ein großer Unterschied ob wir Giebel im Gewässer haben oder Karauschen.

Giebel

  • Wird gerne mit Karausche verwechselt
  • Keine Barteln
  • 27 bis 31 Schuppen in der Seitenlinie
  • Annähernd schwarzes Bauchfell (innere Haut der Bauchhöhle)
  • Rückenflosse eingebuchtet (konkav)

Besonderheit: Wurde vermutlich bereits im Mittelalter mit beginnender Karpfenzucht nach Deutschland gebracht. Giebel haben auch in strömenden Gewässern keine Probleme, während die Karausche stehende Gewässer bevorzugt.

Fortplanzung ist in Europa vermutlich ausschließlich Gynogenese. Bei dieser ungeschlechtlichen Form der Fortpflanzung werden die Eier der Giebel nicht durch männliches Sperma von Giebeln befruchtet. Die Weibchen laichen zusammen mit anderen karpfenartigen Fischen. Der Kontakt des Laiches der Giebel mit Spermien dieser Arten reicht aus, um die Giebel zu befruchten. Dadurch wird kein Erbgut übertragen, sondern die jeweiligen Muttertiere geklont. Es ist daher auszuschließen, dass wir Giebel aus unseren Gewässern entfernen können.

Karausche

  • Wird auch als Bauernkarpfen bezeichnet
  • Keine Barteln
  • Verwechslung oft mit Giebel
  • 32 bis 35 Schuppen in der Seitenlinie
  • Helles Bauchfell
  • Rückenflosse nach außen gewölbt (konvex)
Giebel oder Karausche