Meerforelle

(Salmo trutta)

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Nachdem die Meerforelle aus den gleichen Gründen wie der Lachs (siehe unten) aus deutschen Gewäs­sern weitgehend verschwand, lassen die positiven Ergebnisse der Wiedereinbürgerungs-Aktionen sehr hoffen. Schon jetzt lassen sich die Forellen wieder in einigen norddeutschen Gewässern gezielt befischen. 

Leider machen der Kor­moran und andere fischfressende Tiere auch nicht vor dem Nachwuchs der Salmoniden halt, was immer wieder zu herben Rückschlägen führt. Dazu kommt gelegentliche Fischwilderei in den Laichgebieten. Im Unterschied zum Lachs frisst die Meerforelle auch im Fluss und verhält sich ähnlich wie die Bachforelle. Allerdings geht die Meerforelle meist in der Dämmerung und Nachts auf Nahrungssuche, was genauso für das Küstenfischen gilt. Je kälter das Wasser ist, desto weiter ziehen sich hier Futterfische und die Forellen in tiefere Gebiete der See zurück. Dann lassen sie sich oft nicht mehr mit der Fliege erreichen. Jetzt bringt nur noch die Spinnrute vom Ufer oder Boot aus sowie das Schleppfischen etwas. Nicht zuletzt in den dänischen Flüssen bietet sich das Angeln mit Pose und Wurmbündel an, wobei der Köder etwa einen halben Meter über dem Grund schwebt. Im Meer sollte der Wurm etwa 1,5 Meter unter dem Schwimmer treiben.

Kennzeichen: Kreuzförmige, schwarze Punkte auf den Flanken (auch etliche unterhalb der Seitenlinie), Ende der Schwanzflosse gerade oder nach außen gewölbt, Maulspalte reicht bis hinter das Auge
Gewicht / Länge: Maximal etwa 20 kg / 115 cm
Verwechslungen möglich mit: Lachs und Bachforelle
Gewässer: Saubere, nicht verbaute Flüsse sowie entlang der Küste
Laichzeit: Je nach Gewässer November - Januar
Beste Fangsaison: März - Mai
Ausrüstung: Mittlere Spinn- und Posenrute, Fliegenrute Klasse 7 - 9
Schnurstärke: 0,25 - 0,30 mm
Hakengröße: 2 - 14
Montage: Feststellpose, Spinn, Fliege (meist Schwimmschnur)
Köder: Mittelgroße Blinker, Spinner und Wobbler (am Meer spezielle Küstenblinker und -wobbler) sowie Würmer
Angelstellen: Küste (Ostsee!) mit abwechslungsreichem Grund, in Flüssen an Unterständen oder in tiefen Bereichen von Kehren, nachts auch im Flachwasser

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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