Huchen

(Hucho hucho)

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Der Lebensraum des Huchens im Donaugebiet ist heute durch Verbauungen stark eingeschränkt, wodurch er auch seine Laichgebiete nur eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr erreicht. Zudem nahmen aus diesem Grund und den Gewässerverschmutzungen die Bestände seiner wichtigsten Futterfische – Nase und Äsche – dramatisch ab. In der Folge gingen genauso die Bestände des »Donaulachses« stark zurück.

Trotzdem ist vor allem in Österreich, Slowenien und einigen deutschen Flüssen das gezielte Angeln auf diesen Großfisch noch möglich. Die beste Zeit dafür liegt im Winter, wobei Angler eiskaltes Wetter mit Schneefällen in Kauf nehmen und trotz vielen Stunden intensi­ven Fischens meist doch keinen Huchen haken. Schlechtere Fang­aussichten bestehen im Frühjahr und Sommer, erst ab dem zeitigen Herbst sieht es wieder besser aus.

Als wichtigster Köder galt bis vor einigen Jahren der Huchenzopf, der ursprünglich aus einem Bündel Neunaugen-Larven (Querder) bestand, die an einem Bleikopf mit zwei Drillingen gefischt wurden. Später wurden die heute seltenen Tiere durch Lederstreifen, Gummischläuche oder Weich­plastik»würmer« ersetzt. Ansonsten fangen auch handelsübliche, große Spinnköder ihre Fische.

Kennzeichen: Im Querschnitt fast drehrunder, rötlich gefärbter Körper, in der Jugend eher silbern
Gewicht / Länge: Maximal etwa 50 kg / 150 cm
Verwechslungen möglich mit: Regenbogenforelle
Gewässer: Donau und vor allem Nebenflüsse
Laichzeit: März - April
Beste Fangsaison: Mai sowie November - Januar
Ausrüstung: Starke Spinnrute
Schnurstärke: 0,35 - 0,50 mm
Hakengröße: 2/0-1
Montage: Spinn
Wassertiefe: Grund
Köder: Huchenzopf, große Gummifische, Wobbler sowie tote Köderfische am Spinnsystem
Angelstellen: Gumpen und weitere tiefe Stellen

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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