Felchen, Renke, Maräne

(Coregonus lavaretus)

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Die Familie der Renken umfasst unüberschaubar viele Arten. Deshalb dient hier der (nicht das!) Blaufelchen als Beispiel. Die wichtigste Fangmethode bei uns ist die Hegene (Paternoster) mit drei bis fünf Seitenarmen, mit der meist vom Boot aus bis in 30 Meter Tiefe gefischt wird.

Am unteren Ende des Vorfachs hängt ein etwa 5 bis 15 Gramm schweres Blei. Die als Köder eingesetzten Nymphen sollen Zuckmücken- und andere Insektenlarven imitieren. Zum richtigen Führen der Hegene eignet sich eine spezielle 1,5 bis 2 Meter lange Rute mit sensibler Spitze. Der Angler lässt die Montage auf die größte, wahrscheinliche Tiefe (Angler fragen!) oder den Grund hinunter. Er hebt die Spitze in einer sanften, gleichmäßigen Bewegung mit mehreren kurzen Stopps an und senkt sie wieder. Erfolgt kein Biss, wird ein Meter Schnur eingeholt und so fort. Der sehr vorsichtige Biss lässt sich nur unter voller Konzentration auf die Bewegungen der Rutenspitze sicher erkennen. Der Anhieb muss blitzschnell erfolgen. Selbst haken sich die Fische oft, wenn die Hegene unter einer Püose mit hoher Tragkraft hängt, wobei die Wellen die Köder bewegen.

Kennzeichen: Mittelgroße silbrige Schuppen, Fettflosse
Gewicht / Länge: Maximal etwa 10 kg / 70 cm
Verwechslungen möglich mit: Äsche
Gewässer: Halbwegs saubere, kühle und sauerstoffreiche Seen und Flüsse, Nord- und Ostsee
Laichzeit: November - Dezember
Beste Fangsaison: April - Juni und September - Oktober
Ausrüstung: Leichte Spinnrute
Schnurstärke: 0,14 - 0,20 mm
Hakengröße: 12 - 16
Montage: Feststell- oder Laufpose, Hegene
Wassertiefe: Freiwasser (See)
Köder: Künstliche Nymphen, Maden, kleine Würmer
Angelstellen: Verschiedene Tiefen in Seen, im Fluss über dem Grund, im Meer nicht gezielt mit der Angel befischt

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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