Aland/Nerfling

(Idus idus)

Aland
Der Aland ist unberechenbar. Am einen Tag weist er selbst den einzelnen Rotwurm zurück, während er am nächsten den eigentlich viel zu großen, zwölf Gramm schweren Blinker oder die für Meerforellen gedachte Fliege packt. Allgemein zählt der Aland jedoch zu den recht vorsichtigen Fischen. Er lässt sich am besten mit einer leichten, feststehenden Pose überlisten.

Als Köder dienen angesichts des ziemlich kleinen Mauls entsprechend große Brot­krusten oder ein bis zwei Maden. Je nach Standtiefe der Fische schwebt der Köder auf der entsprechenden Höhe unauf­fällig auf die möglicherweise schon gesichteten Alande zu, die sich am liebsten im mittelstark oder schwach strömenden Wasser aufhalten. Häufig stehen sie außerdem an Strömungskanten. Für besonders sensible Exemplare bewährten sich kleine, durchsichtige Schwimmer, wie sie von Drennan hergestellt werden. Schöpft der Aland schließlich keinen Verdacht, nimmt er den Köder zügig an.

Wie beim Döbel kann auch das Spinnfischen mit kleinen Spinnern auf Nerflinge erfolgreich sein, bessere Fänge bringt meist allerdings die Fliegen­rute. Schwarze Trocken­fliegen der Größe 14 sind die richtige Wahl, wobei die Vorfachstärke aufgrund der Vorsicht der Fische 0,16 Millimeter nicht überschreiten sollte.

Kennzeichen: Ähnelt dem Döbel, besitzt jedoch einen seitlich flacheren und höheren Körperbau sowie eine eher 
gerade statt nach außen gewölbte Afterflosse
Gewicht / Länge: Maximal etwa 4 kg / 60 cm
Verwechslungen möglich mit: Döbel, Rotauge, Rotfeder
Gewässer: Mittelstark strömende Flüsse sowie einige Seen
Laichzeit: April - Juni
Beste Fangsaison: Juni - Oktober
Ausrüstung: Leichte Posen- oder Spinnrute, Fliegenrute Klasse 5/6 Schnurstärke: 0,16 - 0,20 mm
Hakengröße: 10 - 12
Montage: Feststellpose, Spinn, Fliege (Trockenschnur)
Wassertiefe: Mittelwasser bis Oberfläche
Köder: Würmer, Maden, Brotkrusten, Spinner Größe 1 - 2, Trockenfliegen Angelstellen: Unter oder im Bereich überhängender Zweige, vor Wehrabbrüchen  

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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