Schwarzbarsch

(Micropterus salmoides)

076_Schwarzbarsch
Die Heimat der Schwarzbarsche liegt in Nordamerika, von wo aus sie ähnlich der Regenbogenforelle und des Sonnenbarschs 1897 nach Europa gelangten. Allerdings fühlte sich der Fisch lediglich in wärmeren Gewässern wohl und konnte sich bis heute nur in wenigen Gewässern in der Schweiz halten. 

In Österreich und Deutschland dürfte er völlig fehlen. Zudem blieb Europa nur der »Largemouth Bass« (Großmaul-Schwarzbarsch) erhalten, während der »Smallmouth Bass« hier als ausgestorben gelten muss. Zusammen mit seiner Beißfreudigkeit und seiner großen Ausdauer im Drill bietet der Schwarzbarsch besonders dem Spinnfischer eine tolle Heraus­forderung. In den USA gilt das Spinnen auf diese Fische sogar als eine Art Volkssport.

Da Schwarzbarsche vor allem im Flachwasser rauben, führen die meisten Angler bunte Oberflächenwobbler, die möglichst viel Geräusche verursachen. Der Biss erfolgt hart und spektakulär mit reichlich »Lärm«. Der Drill bietet eine echte Herausforderung, wobei viele Fische vor der Landung aussteigen. In Europa finden sich gute Bestände in warmen Regionen von Län­dern wie Spanien, Italien oder Südfrankreich.

Kennzeichen: Stachelstrahlen an der vorderen der beiden Rücken­flossen, vordere niedriger als hintere
Gewicht / Länge: Maximal etwa5000 g / 62 cm
Verwechslungen möglich mit: Barsch
Gewässer: Warme Seen und langsam strömende Flüsse
Laichzeit: März - Juli (nur in sehr warmem Wasser)
Beste Fangsaison: Juni - Oktober
Ausrüstung: Mittlere Spinnrute
Schnurstärke: 0,16 - 0,25 mm
Hakengröße: 1 - 4
Montage: Spinn
Wassertiefe: Oberfläche, Grund
Köder: Bunte Oberflächen-Wobbler, verschiedene Weichplastik-Köder
Angelstellen: Warmes, seichtes Wasser, Nähe von Pflanzen bis etwa 21º C Wassertemperatur, vor höheren Temperaturen ziehen die Fische sich in tieferes Wasser zurück, wo sie über dem Grund stehen.

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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