Mamorkarpfen / Gefleckter Amur

(Hyphthalmichthys nobilis)

und Silberkarpfen / Silberamur

(Hypophthalmichthys molitrix)

080_Marmor
Eng verwandt mit dem Graskarp­fen sind die ebenfalls aus Asien stammenden Silber- und Marmorkarpfen, die etwas hochrückiger sind und entsprechend ihres Namens eine andere Färbung besitzen. Zudem besitzen sie viel kleinere Schuppen. Im Unterschied zu ihrem Pflanzen fressenden Verwandten ernähren sich Marmor- und Silberkarpfen von Plankton, das sie aus dem Atemwasser filtern.

Entsprechend schwer fällt es, einen passenden Köder zu finden. Als erfolgreich stellte sich das Anfüttern mit einer Mischung aus Paniermehl und Trockenmilch heraus, das nach dem Einwerfen eine Planktonwolke vortäuscht. Dazwischen sollte dann der kleine Köder schweben. Im Drill verhalten Silber- und Marmorkarpfen sich sehr wehrhaft, weshalb sich leichte­res Gerät als oben genannt absolut nicht empfiehlt. Immer wieder gemeldete Fänge dieser Fische mit Spinnködern müssen als Unfälle gelten, wobei der Haken in aller Regel außen am Körper sitzt. Mit kleinen Nymphen an der Fliegenrute bestehen jedoch echte Chancen auf einen waidgerechten Fang, wie sich immer wieder zeigt.

Kennzeichen: Etwas hochrückiger Körper mit kleinen Schuppen, Augen liegen im Vergleich mit dem Graskarpfen noch weiter unten am Kopf
Gewicht / Länge: Maximal etwaSilberkarpfen 40 kg / 150 cm, Marmorkarpfen 50 kg / 155 cm
Verwechslung möglich mit:
Gewässer: Wärmere Seen und Flüsse
Laichzeit: Normalerweise bei uns keine Vermehrung
Beste Fangsaison: Mai - September
Ausrüstung: Starke Posenrute
Schnurstärke: 0,28 - 0,35 mm
Hakengröße: 2 - 4
Montage: Feststellpose
Wassertiefe: Grund oder Oberfläche
Köder: Einzelnes Maiskorn, eine Made, Brotflocke
Angelstellen: Warmes Freiwasser

Quelle:

Der Inhalt des Bereiches "Fische bestimmen" bietet Auszüge aus dem Buch "Lexikon der Süßwasserfische".

Autor: Frank Weissert (WAV-Mitglied)

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart

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