Islandtour 2008
von Frank Weissert und Michael Bernert
Island ist inzwischen das Traumziel unserer Meeresangler schlechthin. Das war mit ein Grund, dass wir (Rob Langford, Michael Bernert, Frank Weissert) unsere DVD "Island - Meeresangeln am Limit" in Angriff nahmen. Die Reisezeit im April war für Heilbutt noch zu früh, jedoch sollte sich neben dem Dorsch besonders der Steinbeißer zahlreich in Reichweite befinden. Andrees Angelreisen brachte uns in 3,5 Stunden ab Frankfurt zum internationalen Flughafen von Keflavik, von wo aus es mit dem Bus 40 Kilometer weiter in die Hauptstadt Reykjavik ging. Den folgenden Tag nutzten Michael und ich für eine Geländewagentour in der Region, während Rob schon einmal in die Westfjorde flog, um das Revier zu erkunden. Unsere Tour zu den Sehenswürdigkeiten ist bis heute unvergesslich. Die vulkanische Landschaft, der Geysir und der Gullfoss-Wasserfall waren nur einige hochinteressante Punkte. Und wo kann man schon mit dem einen Bein auf der eurasischen Kontinentalplatte stehen und mit dem anderen auf der amerikanischen?
Nach einer Übernachtung warteten zehn Zentimeter Schnee und Schneetreiben auf uns. Entsprechend rau erwies sich der Flug in die Westfjorde. Jedoch besserte sich das Wetter nach drei Tagen in Talknafjördur deutlich und endlich ging es hinaus. Das mit mit allen erdenklichen Sicherheitsmaßnahmen (vom Funkgerät bis zur Rettungsinsel) ausgestattete Boot erwies sich als rundum maßgeschneidert für Angler. Selbst mit Eis gefüllte Fischkisten fehlten nicht. Bereits vor dem ende des Fjords zeigte das Echolot die ersten Hinweise auf Fische. Tatsächlich musste niemand lange auf den ersten Biss warten. Dorsche bis etwa dfrei Kilo Gewicht schienen gestapelt über dem Grund zu stehen. Die Fische bissen so gut, dass es schnell fast schon langweilig wurde. So kam der Wunsch auf, gezielt die großen Dorsche zu suchen. Mit richtig großen Ködern und Haken sollte die Bissquote der kleinen Dorsche verringert werden, was auch recht gut gelang.
Aber richtig interessierten uns die Steinbeißer, die es hier in Massen geben sollte. Mit Naturködermontagen stellte sich auch der Erfolg ein, wenn auch längst (und zum Glück) nicht so extrem wie bei den Dorschen. Vor dem Gebiss der grimmigen Gesellen musste man sich vor dem Versorgen richtig in Acht nehmen - immerhin wogen unsere größten Exemplare zwischen sechs und acht Kilo, da ist ein Finger schnell Matsch. An den Abenden ließen wir uns frischen Dorsch, Köhler und Steinbeißer schmecken. Und wem der Sinn danach stand, konnte noch im bis etwa 42 Grad Celsius warmen Quellwasser baden. Denn nur wenige Minuten Fahrt entfernt gab es des "Hot Pot", den man kostenlos nutzen kann. Kuschelig warm im Becken liegen und sich die Schneeflocken um den Kopf wehen lassen - das hat schon was!















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