Auf Hechte in Irland
von Frank Weissert
Irland geriet unter deutschen Anglern in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit. Warum, kann ich allerdings nicht verstehen! Denn hier gibt es nur etwa drei Flugstunden entfernt eines der besten Hechtreviere weltweit. Egal ob Fluss oder See, ob Naturköderangeln, Spinn- oder Fliegenfischen - hier kommt jeder zu seinen Fischen! Gemeinsam mit Michael Bernert und Rob Langford reisten wir im Mai zunächst zum Upper Loch Erne, dem oberen Bereich eines riesigen Sees in Nordirland.
Es wartete ein gemütliches Ferienhaus mit offenem Kamin auf uns, das wir tagsüber kaum von innen sahen. Denn es herrschte Top-Wetter, weshalb wir täglich gut 12 Stunden auf dem Wasser verbrachten. Uns standen zwei der typischen stabilen Holzboote zur Verfügung, jedes mit einem 10-PS-Außenborder angetrieben. Da kein Echolot zur Verfügung stand, orientierten wir uns an der Gewässerkarte und setzten zunächst aufs Schleppen mit Schwimmwobblern. Keine 20 Minuten später hing der erste 70-Zentimeter-Hecht. Über zwei Tage probierten wir verschiedenste Spinnköder, vom Gummifisch bis zum Jerkbait. Alle brachten Fische. Die durchschnittliche Länge der Hechte reichte von 70 bis 80 Zentimeter, etliche Exemplare lagen darüber.
Am dritten Tag ging es weiter in den Nordwesten der Republik Irland, wo uns der Guide Bodo Funke betreute. Er führte uns zunächst an einen kleineren See, wo wir ausgiebig mit großen Gummis und Jerkbaits fischten. Die Bisse beim Jerken kamen teilweise hammerhart nur wenige Meter vom Boot entfernt und ließen heftige Drills von Fischen bis knapp 90 Zentimeter auf Nahdistanz folgen - ein absoluter Hit!Am folgenden Tag besuchten wir einen kleinen, langsam strömenden Fluss. Die Wahl der Taktik fiel hier auf den toten Köderfisch am System. Sachte gezupft ließen wir die Köder durchs Wasser torkeln und fingen auch einige Hechte bis etwa 65 Zentimeter. An der Mündung des Flusses in einen sehr seichten See wollte uns Bodo demonstrieren, wie sich Hechte dicht unter der Oberfläche fangen lassen. Denn hier sollte immer ein Hecht stehen. Und tatsächlich: Der Köder klatschte aufs Wasser und keinen Meter weiter packte der Räuber zu - das Bandmaß zeigte schließlich satte 95 Zentimeter! Das beste daran war, dass wir alles vom Wurf über den Biss bis zur Landung filmen konnten - heute ist alles auf unserer DVD "Hechte angeln mit Biss zu sehen".












Hier könnt ihr Kommentare zu diesem Thema abgeben. Allerdings werden diese erst durch mich freigegeben bevor sie sichtbar sind, um seriöse von weniger qualifizierten Beiträgen zu trennen.



