Wasserwarte - von den Gründerjahren bis Heute
Der Wasserwarte obliegt es, dass die Gewässer richtig gepflegt, gehegt und besetzt werden.
Oft stehen sie im Mittelpunkt der Kritik. Das zeigen schon die Protokolle aus der Gründungszeit, denen immer wieder zu entnehmen ist, dass der Besatz zu gering, die Fische zu klein und die gewünschte Fischart nicht ausreichend vorhanden ist.
Dabei galten damals Rotaugen, Rotfedern, Barsche und Karauschen noch als erwähnenswerte Besatzfische.
Wir Angler von heute können nur mit Wehmut an Gewässer denken, die von Edelfischen nur so strotzten.
Was in jüngerer Zeit, und das sind doch etliche Jahrzehnte, an Fischwasser übernahmen, verdiente diese Bezeichnung oft gar nicht, sondern musste erst in mühevoller Arbeit zu dem gemacht werden, was es darstellen sollte.
In einem hatten es die Wasserwarte der Gründerjahre allerdings leichter: wurden Helfer benötigt, dann setzte der Vorstand einen Termin zur Durchführung der Arbeiten fest und alle Mitglieder mussten erscheinen.
Netzabteilung - von den Gründerjahren bis Heute
Die Gruppe der Netzabteilung zeigte ihre Leistungsfähigkeit in den letzten fünfzehn Jahren, als wir uns verstärkt den Umwelt- und Gewässerschutzaufgaben zuwandten.
Erinnert sei an das Abfischen des Max-Eyth-Sees, an die unzähligen Einsätze bei Fischsterben oder beim Abfischen von Strecken, die stillgelegt wurden.
Auch bei der seit drei Jahren systematisch betriebenen Fischzucht, einer Weiterentwicklung der bloßen Aufzucht, leistet diese Gruppe unbezahlbare Arbeit zum Wohle aller.
Fischzucht - von den Gründerjahren bis Heute
Die Geschichte der Fischzuchtanlage des WAV begann vor etwa 50 Jahren mit der Firma Kühler Behr.
Allerdings nicht in der heutigen Form. Kühler Behr baute damals ein paar Teiche und Betonbecken, um sich im Sommer mit der Fischzucht ein Zubrot zu verdienen. In den Becken wurden Forellen gezüchtet, die auch den Angestellten zu Gute kamen. In den Wintermonaten wurden die Teiche zur Eisherstellung verwendet, das in den wärmeren Monaten zum Einsatz kam.
Im Lauf der Jahre suchte Hochwasser mindestens zweimal die Anlage heim. Der Firma wurde das wohl zu kostspielig und sie gab die Anlage auf, worauf der Forst sie übernahm.
Seit den 1970er Jahren hat der WAV die Fischzuchtanlage vom Forst gepachtet.
Bis heute wird sie mit viel Elan ehrenamtlich bewirtschaftet. Es werden hauptsächlich Karpfen groß gezogen, die als zwei- oder dreisommrige Fische zu uns kommen. Im Herbst kommen sie als Besatz in die Seen. Hechte gelangen als vorgestreckte Brut in die Teiche, um später als einsommrige H1 in die Seen entlassen zu werden. Der Rest der Besatzfische für die WAV-Gewässer muss zugekauft werden.


